These Wonderful EvilsVermilion Sands
CS 40
Sloow Tapes – Phaophi
Drugged bedroom lo-fi psych. Meandering acoustic guitar tones showing occasional signs of fuzz outgrowths while drowning in an overall feeling of obsessive loner harmonies. Imagine early Six Organs jamming with Spacemen 3 in New Zealand. A real sloow burner. 70 copies.
SOLD OUT
Monday morning. Time to get up and go to work. I check my mailbox before I get into my car. I received some new Sloow tapes. Finding new tapes in my mailbox is always a good start of the week.
The first tape I put in my car cassette deck is These Wonderful Evils’ Vermilion Sands. I put my sunglasses on because the sun is low and it has been snowing all night. I feel like Johnny Depp in Dead Man; drifting in a small boat on a big lake. That’s probability because the first track on this tape reminds me of Neil Young’s soundtrack for Dead Man. I never understood why this record never got mentioned when they talk about Young’s best records. It’s one of my favourites. But back to These Wonderful Evils.
Track number two starts like a Sublime Frequencies record: a lofi recorded wah wah guitar solo that could be on a Group Inerane record. Than, strangely enough, the mood changes. Milk And Honey by Jackson C Frank is the first thing that comes to mind. Damm, It’s been way to long since I putted my Jackson C Frank record on.
The B-side than. American trucker sing along songs. I never drove on an American highway. I’ve never been in the US. I’ve never been inside a truck. I only know this kind of music from the tapes I could choose at truck stops when my dad had to make long drives with me as a kid. Those tapes kept me quit. Those tapes made me happy. Lynyrd Skynyrd. The Eagles. John Denver. Hell yeah! And, of course, These Wonderful Evils doesn’t sound like any of the artists mentioned here. His music just makes me feel great when I’m in my car, on my own, on snowy Monday morning.
I’ll be Antwerp in about 15 minutes. Get calm. Pull yourself together again. Good morning. How was your weekend? Fine. Thanks. How was yours? Eight more hours and I’m on my own again, in my car. King of the road, in my small Japanese second hand car. Eight more hours and I can put Vermilion Sands back on. What a great thing to look forward to. 8/10 -- Joeri Bruyninckx (Foxy Digitalis)
Latest release from Zak Boerger. Mostly ragged guitar sprawl with some spoken vocals on the final track, it still has the same outsider NZ feel to his last two albums. (Boa Melody Bar)
Kassetten mag ich aus diversen nostalgischen Gründen sowieso. Eine besondere Freude ist es, wenn sich Musik aus der Neuzeit und Medium aus der Steinzeit gut ergänzen, wie – selbstredend nach dieser Einleitung – bei den 40 Minuten von THESE WONDERFUL EVILS in weißem Plastik. Auf solchen Tonbändern verbreiteten früher Bands und Künstler, die im Idealfall Talent, aber kein Geld für teure Aufnahmen hatten, ihre hausgemachte Musik. Sie landete in Kleinstauflage bei Freunden, Verwandten und eventuell Plattenfirmen. 'Homemade' sind die Gitarrendrones von ZAK BOERGER ganz bestimmt; irgendwo habe ich von 'bedroom psych-rock' im Zusammenhang mit seiner Musik gelesen. Auch in kleiner Edition von 70 Exemplaren erscheint dieses Tape, so dass sich – (Achtung Phrase) wie in alten Zeiten – ein Gefühl von Exklusivität einstellt: Teil von etwas Besonderem zu sein, das es nur wenige Male auf der Welt gibt. Und Talent, ja Talent weisen die meisten der psychedelischen Spielereien, welche das belgische Kassettenlabel SLOOW TAPES seit einigen Jahren hervorbringt, massig auf.
ZAK stammt aus Minneapolis, seinen Projektnamen lieh er sich von der gleichnamigen Vinylserie über schwedischen Psych- und Garagenrock, welche sich wiederum auf den Hit der schwedischen Band THE SHAKERS aus dem Jahr 1967 bezog: "Who Will Buy (These Wonderful Eyes?)". Seine experimentellen, mäandernden Lo-Fi-Gitarren bringen ihm regelmäßig Vergleiche mit dem neuseeländischen 'Dunedin Sound' und Künstlern wie ALASTAIR GALBRAITH ein. In den vergangenen beiden Jahren hat er mit den Alben "Regine Flory" und "Parade Room" bewiesen, zu welcher Vielfalt er in seiner Rolle als zwanghafter Eigenbrötler fähig ist; auf "Vermilion Sands" dagegen konzentriert er sich auf eine Idee, auf sich immer wiederholende und dadurch sehr intensive Mischungen aus akustischer und elektrischer (Fuzz) Gitarre.
Wir beginnen etwas eiernd – man weiß ja bei Kassetten nie so genau, ob das am Band oder an der Musik liegt – und zunächst mit einem sehr folkigen Gefühl. Die Stellen, an denen ausschließlich die improvisiert wirkende Akustikgitarre erklingt, haben immer etwas urtümlich Amerikanisches: 'Campfire'-Atmosphäre wie bei MICHELLE SHOCKED oder SUZANNE VEGA. In diese Wiesen und Wälder hinein dröhnen E-Gitarren-Drones, so als ob zwei dicke Farben langsam ineinander laufen eine schöne neue entsteht: schwebend, bunt und ziemlich bedröhnt eben. Später erinnert das rückgekoppelte Fuzzdings an ein fernöstliches Instrument, die Lagerfeuervariante wartet mit wunderschönen Melodiefragmenten auf. Sehr erdig, ich warte ständig auf die feenhafte Frauenstimme aus einem alten Folksong.
Die zweite Seite startet mit diversen Gitarren und flottem, fast countryhaftem Klang und Rhythmus. Im Hintergrund loopt ein schnatterndes Geräusch vor sich hin. Vermeintlich wiederholt sich minutenlang immer dieselbe Abfolge, bei genauem Hinhören fallen allerdings zahlreiche winzige Änderungen an Lautstärke, Klang oder Geräusch auf, mit Hall wird das Ganze am Ende gar spacig abgehoben, zieht sich insgesamt jedoch etwas länglich durch Raum und Zeit. Dafür folgt unmittelbar danach das wohl spannendste, letzte Stück: Zerrende, düstere Gitarren, in die sich – in umgekehrter Reihenfolge wie zu Beginn – nun die akustischen Schwestern hinein mischen, und plötzlich beginnt ZAK BOERGER mit klarer, heller Erzählstimme vor sich hin zu denken. In seiner Anmutung erinnert dieser Song – nicht beabsichtigt, wie ich vermute – an CURRENT 93, mit den priesterhaften, leisen aber eindringlichen Vocals und dem stellenweise apokalyptischen Geschredder.
Sympathische Lo-Fi-Packung! Es schleicht sich unweigerlich das Bild von einem Mann in den Kopf, der tatsächlich auf der Bettkante in seinem Schlafzimmer sitzt, umgeben von einem Sammelsurium an Gitarren, und seiner aktuellen Stimmung auf diesen Instrumenten freien Lauf lässt. Die zahlreichen, oft ähnlich klingenden Gitarrenmischungen ergeben zusammen mit den Lagerfeuerteilen und dem Schlusstrack ein buntes, natürlich psychedelisches und oft naturnahes Gesamtbild, das Spaß beim Hören und neugierig darauf macht, was ZAK BOERGER sonst noch so kann, wenn er mal vom Bett aufsteht.(Michael We. Nonpop.de)
Edition of 70 copies cassette from Zak Boerger’s bedroom psych project, here cutting up Renbourne/Jansch/Chasny styled acoustic jams with elegiac fuzz-punkers that reference UK punks like early Wickham-Smith/Youngs and Flying Saucer Attack. (Volcanic Tongue)
gorgeous tape of motorik guitar minimalism & folk-raga modes from chicago-based contemp. psych “journeyman” zak boerer (Mimaroglu)