Monday, May 11, 2009

Sloow Tapes – Moon Of The Plants











Von Himmel
Space Communion
CS 45
Sloow Tapes – Moon Of The Plants


Mysterious recordings by anonymous band that crashed my doorstep and skull. Never knew where it came from nor where it’s heading to. Headmusic for the Kraut gathered on Strawberry Hill. Combine the most spaced-out Ash Ra Tempel passages with late-period Cosmic Jokers sexy collage. Wow. 70 copies.
SOLD OUT
Space communion indeed! This is one cosmic cassette - mysterious drones, flute drifting through the ether, clanking space debris, hypnotic hum and some mellow space-rock moves. (Boa Melody Bar)
as if the schwingungen-style cover art wasn't tip-off enough, lemme tell you that here we have a fine fine document of some contemporary kosmiche goings-on.
if you, like me, are a little tired of people releasing tape after tape of mediocre basement jams and pseudo-spirituals, then the psychedelic goo on this C45 will be a wonderful breath of fresh, stoned air. pieced together in a collage-style w/tons of fidelity changes + various homages to the respectful kraut gods (with heavy nods to popol vuh), it captures the dark psychedelia that is so prevelent on those classic LPs without falling victim to being a straight rip-off or throw-back.
this tape kind of has it all - anonymous field recordings getting shot into space, aimlessly gurgling synthesizers, flute and conga jams recorded in ancient caves...
absolutely deserving of a vinyl reissue on some hopelessly obscure american private-press psych label. dig it... (Mimaroglu)

Diese Band ist ein Novum: Es gibt keinen, aber auch wirklich keinen Hinweis auf ihre Herkunft. Ein Rätsel, vor dem auch schon eine Handvoll weiterer Rezensenten stand, denn immerhin ist die 45minütige Kassette die zweite Veröffentlichung von VON HIMMEL nach einer unbetitelten und selbstproduzierten CD, welche unbemerkt vor einigen Monaten erschien. Eine leere last.fm-Seite - das war's. Normalerweise würde ich ein auf 70 Stück limitiertes Tape von einer völlig unbekannten Band kaum besprechen, aaaber: Erstens handelt es sich um eine Veröffentlichung von SLOOW TAPES, einem sympathischen Kassettenlabel aus Belgien, dem wir schon das gerade besprochene JAHRTAL-Band zu verdanken haben. Zweitens gibt es noch ein paar Exemplare zu kaufen. Drittens zaubern VON HIMMEL eine selten gelungene Space-Atmosphäre. Und viertens lassen sich wunderbar Geschichten ausdenken, je weniger Infos vorhanden sind. Vielleicht haben Außerirdische diesen 'Cosmic Space Rock' - um mit POPOL VUH zu sprechen - produziert, mit lustigem Deutsch betitelt und über Belgien abgeworfen? Vielleicht sitzt der Labelchef gar selbst an den Instrumenten - schließlich hat BART DE PAEPE für diverse Untergrundbands (etwa SLOOW ROAD) schon Synthesizer und Percussion bedient?Auf jeden Fall macht "Space Communion" seinem Namen Ehre, denn die 45 Minuten sind eine Zusammenkunft, eine Vereinigung mit den unendlichen Weiten des Weltalls. Plastisch und außerordentlich krautrockig, als ob die schon erwähnten POPOL VUH oder AMON DÜÜL II in die Jetztzeit transkribiert worden wären, mit viel elektronischer Zusatz-Frickelei. Wir starten unsere Instrumentalreise mit einer Serie von lose verbundenen Geräuschen (A01), die dennoch komponiert wirken. Pfeifen, Scheppern, Rückkopplungen, Plätschern und Blubbern zaubern einen lebendigen Kosmos aus Sternen und Staub. Field recordings wie Grillenzirpen und (künstliches?) Vogelgezwitscher machen den Horizont ganz weit auf, bevor sich einige zaghafte Streicher und Melodiefetzen von analogen Keyboards einschleichen. "Astronomer" nimmt deutlich an Fahrt auf, mit hohlen, hallenden und sich immer wiederholenden Trommeln. Die orientalische, geheimnisvolle Flötenmelodie und ein fortwährendes Plätschern unterstützten den rituellen Charakter. Wie Insektenflügel sirrende und flirrende Drones leiten zum nächsten, besonders krautigen Part (A03) über: entlang der Basslinie ziehen schwebende, sich wie Kaugummi dehnende Synthietöne, zu denen sich eine vorsichtige Gitarre mischt. "Mantra" ist drogig-transzendent: Vermutlich arabische Vocal-Samples und ein sitarähnliches Instrument (pling!) münden in knirschende, überdimensionale Schritte, welche zu dem auf der nächsten Seite (B01) ewig nachhallenden, überdimensionalen Gong passen. Sonnenwinde pfeifen und dröhnen, verstörende Stimmfetzen werden von fernen Planeten übertragen, und wenn dann noch Geräusche von unbekannten Tieren einsetzen, verschmilzt alles zu einem riesigen, bunten, manchmal auch gefährlichen Space-Traum. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre begleitet uns eine Kakophonie aus zerrenden Gitarren, Gezwitscher, Getucker, einer eiernden Bluesorgel und Rauschen, und die unwirkliche Landung schließlich lässt den Geist abdriften in ein Nirvana aus Sitar, Getrommel und Getröte."Space Communion" ist wie ein mit wenig Aufwand produzierter Science-Fiction-Film, der plötzlich zum überraschenden Kassenschlager wird. Viel Lo-Fi-Charme, aber immer sehr unterhaltsam. Eine krautig-kosmische, elektroakustische Weltraumreise. Energie! (Michael We/Nonpop.de)